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Liebe Gäste, auf Grund des Einbruches, des von uns genutzten Servers, sind wir gezwungen, die Seite erneute wieder aufzubauen. Es kann daher einige Zeit dauern, bis wieder alle Daten und Leistungen zur Verfügung stehen. Bedauerlicherweise sind alle Einträge im Gästebuch verloren. Wichtige Fragen und Antworten sind daher rückläufig nicht mehr zu retten. Wir, das Ciwanên-Êzîdîya (Yezidische-Jugend) Team, sind eine Gruppe jugendlicher Yeziden aus verschiedenen Teilen Deutschlands und aus unterschiedlichen Teilen Kurdistans. Einige von uns sind in Deutschland geboren, andere wiederum sind seit mehreren Jahren aus den yezidischen Gebieten Kurdistans nach Deutschland gezogen. Was wollen wir mit unserer Internetpräsenz erreichen? Im Vordergrund stehen die yezidischen Jugendlichen, die in der Diaspora, also außerhalb von Kurdistan, vor allem Dingen diejenigen, die in Deutschland leben. Mit dieser Seite wollen wir versuchen euch die Jahrtausendalte Religion des Yezidentums so einfach wie möglich zu vermitteln. Die yezidischen Jugendlichen sollen sich mit ihrer Religion auseinandersetzen, beschäftigen und sich mit ihr identifizieren. Wir wollen, dass diese Jugendlichen die Grundlagen des Yezidentums und vielleicht auch Informationen darüber hinaus verstehen lernen, sowie die Grundpflichten und Grundlehren kennen und zu schätzen lernen. Es ist auch ein Versuch, vor allem das Gemeinschaftsgefühl, dass in den letzen Jahren hinweg zum größten Teil verloren gegangen ist, zu neuem leben zu erwecken bzw. zu stärken. Die yezidischen Jugendlichen sollen lernen, ihre Religion andersgläubigen sachlich erklären zu können, um so Vorurteile und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und vorzubeugen. Der wichtigste Aspekt unser Präsens ist jedoch, den Verfremdungsprozess der yezidischen Jugendlichen gegenüber ihrer Religion zu stoppen.
Welche Probleme haben yezidische Jugendliche in der Diaspora (= Leben in der Fremde)?
Die Diaspora stellt die Jugendlichen auf eine sehr harte Probe und vor viele Probleme. Aufgrund der verschiedenen Kulturen, Konfessionen und Volkszugehörigkeiten, fühlen sich die Meisten yezidischen Jugendlichen oft fremd und wegen den Vorurteilen gegenüber dem Yezidentum missverstanden. Ein weiteres Problem ist das Leben zwischen den oft sehr unterschiedlichen Kulturen. Auf der einen Seite wachsen sie im privaten, also im Elternhaus mit der yezdischen Kultur auf und andererseits werden sie im öffentlichen Leben mit der Kultur des Westens konfrontiert. Dies führt dazu, dass sich die Jugendlichen weder mit der einen, noch mit der anderen Kultur identifizieren können und fühlen sich auch von keiner Seite verstanden, was wiederum zu sozialen Anpassungsproblemen führt, da sie tagtäglich zwischen den Kulturen hin und her gerissen werden. Es führt auch zum Zerfall der yezidischen Gemeinschaft, die sich auf die weiteren Generationen überträgt. Den yezidischen Jugendlichen fehlt daher oft die Verbundenheit mit ihrer Religion, obwohl genau diese Verbundenheit ein Ansatzpunkt zur Lösung dieser Probleme wäre. Diese Konfrontation mach es daher notwendig, den Jugendlichen bei der Identitätsfindung zur Seite zu stehen, damit sie sich in der fremden Gesellschaft behaupten, integrieren und etablieren können. Es ist es Notwendigkeit, dass die yezidischen Jugendlichen wenigsten ansatzweiße ihre Religion und Kultur kennen, um so das Gefühl des fremd seins zu beseitigen bzw. den Prozess zu lähmen.
Welche Probleme können gelöst werden? Jeder/jede Yezide/Yezidin soll die Möglichkeit erhalten, sich über ihre Kultur und Religion so gut es geht zu informieren. So kann zunächst einmal die Identitätsfindung erleichtert werden. Die Jugendlichen wären somit in der Lage ihre Mitbürger, mit anderer Konfession, sachlich über das Yezidentum zu informieren und die Verbundenheit und das Gemeinschaftsgefühl könnte so gestärkt werden, was wiederum auch dazu führen würde, dass die Jugendlichen einen Ausgleich und im gewissen Maße eine Differenzierung zwischen den Kulturen schaffen könnten, damit sie sich an die Regeln der verschiedenen Kulturen halten können. Das heißt auch, dass sich die Jugendlichen entsprechend ihrer Pflicht, die aus dem Yezidentum hervorgeht, an die Gesetze und Verbote des Landes halten, in dem sie leben. Nur wer seine Religion und Kultur kennt, kennt sich selbst.
In den vergangen Jahren sind auch zahlreiche yezidische Jugendliche, aufgrund der leider immer noch währenden Verfolgung, aus Süd-Kurdistan nach Deutschland ausgewandert bzw. geflüchtet. Und genau diesen Jugendlichen stellen sich nun die gleichen Probleme, wenn nicht sogar noch größere, da sie fast Erwachsen sind und keine andere Kultur als eben die yezidische kennen, als denjenigen yezidischen Jugendlichen die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Dies sind zum größten Teil die Yeziden aus Nord-Kurdistan, die auch aufgrund der systematischen Verfolgung des türkischen Staates bereits in der 3. Generation in Deutschland leben. Es ist nun die Pflicht, derjenigen in Deutschland geborenen Yeziden, den Jugendliche aus Süd-Kurdistan zur Seite zu stehen, damit sie die Probleme besser bewältigen können. Auch für die Yeziden aus Nord-Kurdistan ist dies eine gute Möglichkeit, von den Kenntnissen der Yeziden aus Süd-Kurdistan zu profitieren. So können wir uns alle gemeinsam helfen. Wie können wir alle zusammenhalten und arbeiten?
Für den Zusammenhalt sind insbesondere yezidische Institutionen (=Einrichtungen), in denen auch andersgläubige herzlich willkommen sind, von größter Bedeutung. Die Jugendlichen hätten somit eine Anlaufstelle an der sie ihre Fragen, bezüglich der Religion und/oder der Kultur, persönlich mit älteren erfahrenen Yeziden diskutieren könnten. Ein sehr schönes und erfolgreiches Beispiel ist Mala Êzîdîya in Oldenburg. Auch sollten sich die Jugendlichen untereinander verständigen und gemeinsam Aktivitäten, die dem Gemeinschaftsgefühl zu Gute kommen, nachgehen. Auch wir vom Ciwanên-Êzîdîya Team versuchen mit unserer Internetpräsenz den Jugendliche so gut es geht, die wunderschöne Jahrtausendalte Religion des Yezidentums zu vermitteln. Mögen die yezidischen Jugendlichen das Yezidentum nie vergessen und es stets im Herzen mit sich tragen.
Ciwanên-Êzîdîya Team |